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Myoarthropathie

Überbelastung des Kausystems, bestehend aus Kiefergelenk, Kaumuskulatur und Zähne kann zu Kaufunktionsstörungen (Myoarthro­pathie) führen. Diese äussern sich haupt­sächlich durch ein übermässiges Pressen oder Knirschen (Reiben) der Zähne und eine verkrampfte Kaumuskulatur.

Kaufunktionsstörungen können zu Kopf­schmerzen, eingeschränkter Mundöffnung, übermässiger Abnutzung der Zahn­hart­substanz und Kiefergelenksproblemen führen.

Kommen durch Säure verursachte Auf­lösungs­er­schei­nun­gen der Zahn­hart­substan­zen hinzu (sogenannte Erosionen), z.B. durch exzessiven Genuss säurehaltiger Getränke (Cola, Redbull, Sportlergetränke, Orangensaft, Essig, etc.), können extreme Substanzschäden entstehen. Ein aus­führ­liches Arztgespräch und eine Funk­tions­ana­ly­se Ihres Kausystems bilden die Grundlage für die Diagnosestellung.

Die Therapie der Kaufunktionsstörungen wird individuell auf Sie abgestimmt. Sie dient der Entlastung des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur, sowie dem Schutz der Zähne vor einer übermässigen Abnutzung.

Mögliche Therapie­formen:

  • Vorbeugende Massnahmen durch Ver­haltens­än­de­rung, Enstpannungs- und Dehnübungen des Kausystems (physio­thera­peu­tische Massnahmen nach Anleitung und Übung selbstständig zu Hause durchführbar)
  • Engmaschige Verlaufskontrolle durch Fotos sowie Abformungen des Ober- und Unterkiefers
  • Individuell auf Ihre Zähne angepasste Knirscherschienen oder Aufbissschienen
  • Schmerztherapie mittels Me­di­ka­men­ten­pflaster, Entzündungshemmer, Dehn­übun­gen und ggf. intraartikuläre Injektionen